Die Deutsche Bahn stabilisiert den Baugrund unter dem Wiederitzscher Viadukt mit Hochdruckinjektionen. Danach wird das Mauerwerk saniert.
![Visualisierung: Die erneuerte Eisenbahnüberführung „Wiederitzscher Viadukt“ in Blickrichtung Nordwesten (November 2023) [Quelle: DB Netz AG]](https://www.wiederitzsch-im-blick.de/wp-content/uploads/2025/09/wiederitz-estw-visualisierung-viadukt-20231128-1030x438.avif)
Seit dem 1. September 2025 laufen unter dem Wiederitzscher Viadukt komplexe Arbeiten. Die Deutsche Bahn hat mit Hochdruckinjektionen begonnen, um den Baugrund zu stabilisieren und die Tragfähigkeit des Bauwerks zu sichern.
Beim sogenannten HDI-Verfahren wird Zement unter hohem Druck in den Boden gepresst. So entstehen Säulen, die etwa sieben bis acht Meter tief reichen und das Viadukt künftig besser abstützen.
Hintergrund der Maßnahme: Das Viadukt wurde einst flach gegründet. Durch die Nähe zur Rietzschke und den hohen Grundwasserstand hat das Bauwerk über die Jahre Schaden genommen. In der Vergangenheit ist es bereits abgesackt, weil sich der Untergrund mit Wasser gefüllt hat. Zusätzlich dringt Wasser von oben ein und läuft zwischen den Pfeilern nach unten. Um heutigen Anforderungen zu entsprechen, braucht das Viadukt eine stabilere, tiefgreifende Gründung.
Die Stabilisierung des Wiederitzscher Viadukts erfolgt in außergewöhnlichem Maßstab. Die entstehenden Zementsäulen reichen sieben bis acht Meter in die Tiefe – also fast so tief, wie das Bauwerk selbst hoch ist. Pro Brückenpfeiler werden rund 30 Bohrungen gesetzt, wobei die Maschinen den Zement im Winkel zwischen 60 und 85 Grad in den Untergrund einbringen. Auf diese Weise entsteht unter jedem Pfeiler ein fächerförmiger Körper aus mehreren Säulen, der die Tragfähigkeit erheblich erhöht. Für die Arbeiten werden insgesamt etwa 12.000 Kubikmeter Zement-Bodengemisch benötigt. Eine Säule ist nach 24 Stunden belastbar und nach 28 Tagen vollständig ausgehärtet. Der Abschluss der Maßnahmen ist bis Ende Februar 2026 vorgesehen.
Nach den HDI-Arbeiten saniert die Bahn das Mauerwerk und verfüllt es neu. Das entlastet das Bauwerk und minimiert den Wettereinfluss.
Wenn Du Details zur Methode und zum Ablauf nachlesen möchtest, findest Du einen Handzettel im Download-Bereich: https://bauprojekte.deutschebahn.com/media/projects/11040/docs/HZ_wiederitzsch_hochdruckinjektionen_20250829n.pdf.
Informationen „für Anwohnende“ gibt es hier: https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/wiederitzsch/infobauarbeiten.
Fragen zum Projekt kannst Du an bauprojekte-suedost@deutschebahn.com richten.
Hinweise zu baubedingten Fahrplanänderungen findest Du unter https://bahn.de/bauarbeiten.
Hinweis: Dieser Beitrag wurde automatisch vom WIB-Digitalreporter mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt. Die Inhalte basieren auf eingegangenen Informationen und wurden journalistisch aufbereitet.
Hast Du Fehler entdeckt?
Dann schreibe an kontakt@wiederitzsch-im-blick.de.
Hinterlasse jetzt einen Kommentar