Ehemaliger DISKA-Parkplatz in Wiederitzsch wird zur Mülldeponie

Am 14. September 2024 schloss der DISKA-Markt in Wiederitzsch seine Türen. Mit dem Ende des Nahversorgers begann jedoch ein neues, wenig erfreuliches Kapitel: Der Parkplatz und die angrenzenden Flächen verkommen zunehmend zur wilden Mülldeponie

Müll hinter dem Diska. Foto: Roland Schippan
Müll hinter dem Diska. Foto: Roland Schippan

Zustand vor Ort

Ein Besuch vor Ort zeigt ein trauriges Bild. Der ehemalige Kundenparkplatz ist übersät mit Müll unterschiedlichster Art: Holzreste, Schilder, Altkleidung, Reifen und Haushaltsabfälle liegen dort wild verstreut. Besonders der Bereich rund um den verbliebenen Alttextilcontainer ist betroffen. Die Überreste scheinen sich von Woche zu Woche zu häufen und ziehen immer wieder neue illegale Ablagerungen nach sich.

Beschwerden der Anwohner

Die Situation sorgt für Verärgerung unter den Anwohnern. Mehrfach wurden die Missstände über den Mängelmelder der Stadt Leipzig gemeldet. Eine Reaktion kam prompt, allerdings keine, die die Lage entlastet. Ein Mitarbeiter der Stadt Leipzig erklärte: „Leider handelt es sich bei dem Standort des Alttextilcontainers um eine Privatfläche, für die die Stadt Leipzig nicht zuständig ist. Für die Sauberkeit des Parkplatzes und Standortes des Alttextilcontainers ist der Eigentümer des Grundstücks zuständig. Die Meldung wurde zur Bearbeitung an das Ordnungsamt/Stadtordnungsdienst weitergeleitet.“

Wie geht es weiter?

Doch wer ist aktuell der Eigentümer der betroffenen Fläche, und wie kann er zur Verantwortung gezogen werden? Ohne aktives Handeln durch den Eigentümer droht die Vermüllung weiter zuzunehmen.

Auch der Ortschaftsrat könnte hier eine Rolle spielen, etwa durch Vermittlung oder die Initiierung eines Dialogs mit den Verantwortlichen. Eine andere Option wäre die Organisation einer Aufräumaktion durch die Anwohner selbst – ein Schritt, der zwar vorübergehend Abhilfe schaffen könnte, jedoch keine langfristige Lösung bietet.

Appell an die Verantwortlichen

Die Situation erfordert schnelles und entschiedenes Handeln. Es gilt, den Eigentümer aktiv anzusprechen, um die Verantwortung klar zuzuweisen und Maßnahmen einzuleiten. Ohne ein koordiniertes Vorgehen zwischen den Eigentümern, der Stadt und der Gemeinschaft droht der Parkplatz zum Dauerproblem zu werden. Die Anwohner hoffen auf eine baldige Verbesserung der Zustände und rufen alle Beteiligten dazu auf, gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten.

Über Thomas Wagner 620 Artikel
Thomas Wagner ist der Gründer des Stadtteilmagazin "Wiederitzsch im Blick" und Ansprechpartner für alle Belange rund um dieses Magazin.

1 Kommentar

  1. Nun es wird immer von „Eigentümer“ gesprochen, wer ist den der Eigentümer. wenn es diesen gibt gehört um diese Brache ein Zaun.

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