Hugo Junkers – Erfinder und Unternehmer

Heute 19 Uhr lädt der Kunst- und Heimatverein Wiederitzsch e.V. zu einem „Treffpunkt Geschichte“ zum 80. Todestag von Hugo Junkers ein.

Die Veranstaltung findet heute, am 4. Februar 2015, um 19.00 Uhr im Begegnungszentrum, Delitzscher Landstraße 38, 04158 Wiederitzsch statt.

Es spricht das Vereinsmitglied Gunter Waßmann.

Hintergrundinformationen Hugo Junkers

Hugo Junkers Bundesarchiv, Bild 146-2005-0007 / CC-BY-SA
Hugo Junkers
Bundesarchiv, Bild 146-2005-0007 / CC-BY-SA
Hugo Junkers (1859-1935) hatte seinen Hauptwirkungsbereich über viele Jahrzehnte in Dessau. Er war Professor und Forscher, Ingenieur und Unternehmer. Der fliegende Mensch Ikarus war sein Markenzeichen. Metall war sein Werkstoff. Aus ihm baute er Flugzeuge und Motoren, Gasthermen und Badeöfen, Werkhallen und Garagen, Häuser und Möbel. Er betrieb Forschung, um neue Produkte zu entwickeln, die das Leben der Menschen erleichtern und verschönern sollten. Von den Nationalsozialisten wurde er nach 1933 aus dem seinem Unternehmen gedrängt und faktisch enteignet.

Nachlese der Veranstaltung

„Der Mann, der Wellblech fliegen ließ”

Nur einen Tag nach dem 156. Geburtstag bzw. 80. Todestag von Hugo Junkers, würdigte Vorstandsmitglied Herr Gunter Waßmann im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Treffpunkt Geschichte“, dessen Lebenswerk. Junkers forschte, um das Leben der Menschen zu erleichtern. Ein Ziel, das er mit Bravour erreichte: Warmes Leitungswasser gehört für uns heute zur Selbstverständlichkeit, doch erst durch seine Erfindung des Gasbadeofens, der Thermen, Heizungen und Wärmepumpen, kamen wir in diesen Genuss.

Hugo Junkers war eben nicht nur der berühmte Flugzeugbauer, der sich in Dessau und rund 40 anderen Betrieben die Monopolstellung in der Flugzeugindustrie Europas sichern wollte, er
war gleichermaßen Wissenschaftler, Ingenieur und Unternehmer. Seine Metallbauweise wurde bald bei der Herstellung von Möbeln (u. a. für das Bauhaus Dessau) und dem Häuserbau angewandt. Über 380 Patente konnte er anmelden.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933, stand aber Junkers deren Aufrüstungsplänen im Wege. Er wollte nicht, dass seine Erfindungen militärischen Zwecken dienten. So wurden kurzerhand ein Geheimverfahren gegen ihn eröffnet, Hausarrest angeordnet und Junkers Enteignung abgewickelt. Bald darauf verstarb er und musste nicht mehr miterleben, dass sein erfolgreichstes Flugzeug, die berühmte „Tante Ju“, als Bomber und Kriegsinstrument missbraucht wurde.

Junkers reiht sich ein in die Liste der genialen Ingenieure, die durch den Kunst- und Heimatverein Würdigung erfahren. Herrn Gunter Waßmann gelang es auch diesmal wieder, seinen Funken der Begeisterung über diese Ingenieurleistungen, auf die Zuhörer überspringen zu lassen. Dass Herr Dr. Rühle nach seiner schweren Krankheit diese Veranstaltung eröffnen konnte, erfreute und erleichterte die Vereinsmitglieder ganz besonders.

A. Braun, Pressewart, Kunst- und Heimatverein Wiederitzsch e. V.

Über Thomas Wagner 448 Artikel
Thomas Wagner ist der Gründer des Stadtteilmagazin "Wiederitzsch im Blick" und Ansprechpartner für alle Belange rund um dieses Magazin.

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