Falschmeldung durch FB-Seite zu Überfall auf Globus Neue Messe Leipzig

Die Meldung bezog sich auf einen angeblichen Überfall von Flüchtlingen auf den Globus an der Neuen Messe Leipzig. Hinzu kommen noch weiter unbestätigte Behauptungen, die alle auf „Hörensagen“ beruhen. Die genau Meldung könnt Ihr auf dem Screenshot sehen:

Facebook Falschmeldung
Facebook Falschmeldung

Warum hat Wiederitzsch im Blick nicht über diesen Überfall berichtet?

Grundsätzlich berichte ich nur über Dinge, die ich persönlich recherchiert habe oder die mir durch seriöse und nachvollziehbare Quellen zugetragen werden. Auch dann wird jede Nachricht verifiziert. Ohne Quelle und ohne Bestätigung gibt es keine Schlagzeile. Direkte Nachfragen bei Polizei, Globus, Leipziger-Messe, Netto und Mediamax blieben ergebnislos.

In diesem Fall musste sogar die FB-Seite (welche ansonsten durch sehr nationalistische Propaganda auffällt) zugeben, dass es keinen Vorfall gegeben hat.

Wie sollen wir Wiederitzscher damit umgehen?

Kurz und knapp: Ruhig und gelassen!

Darüber hinaus dürft Ihr mir alle Gerüchte, Vorkommnisse und Ereignisse zukommen lassen. Ich schaue mir alles an. Und wenn es ein Meldung ist, wird es eine Meldung geben. Aber versucht auch selber vermeidliche Tatsachen und zu prüfen.

Fallt nicht auf solche Propaganda herein!

Über Thomas Wagner 505 Artikel
Thomas Wagner ist der Gründer des Stadtteilmagazin "Wiederitzsch im Blick" und Ansprechpartner für alle Belange rund um dieses Magazin.

25 Kommentare

  1. Sollte es wirklich zu so einem Zwischenfall wie geschildert gekommen sein, müssten sich die Verantwortlichen, die es zulassen, dass auf der neuen Messe so viele Menschen unter einem Dach zurzeit leben müssen mal was einfallen lassen. Ich hoffe nur das die Bevölkerung hier weiter friedlich leben kann, ohne dass man Angst hat das Haus zu verlassen. Es kann auch keine Dauerlösung sein, dass immer mehr Asylsuchende ihr Land verlassen. Daher mein Vorschlag: Warum wird in den vielen Ländern keine oder kaum Aufbauhilfe geleistet in denen kein Krieg herrscht. Es sind doch nur eine Minderheit von wirklich Kriegsflüchtlingen, denen man die Möglichkeit geben muss hier in Ruhe mit ihrer Familie leben zu können. Die meisten Asylsuchenden sind doch Wirtschaftsflüchtlinge, die hier her kommen und dann denken sie können hier absahnen.

  2. Lieber Thomas, wenn das alles nicht stimmt, warum kreisen dann den ganzen Tag Spezialhubschrauber der Polizei mit 2 Kameras an Bord (habe ich durch Spezialfernglas gesehen) seit gestern über das Wohngebiet. Das halte ich für bedenklich.

  3. Sicher gibt es eine vernünftige Antwort, warum die Hubschrauber hier ueber dem Wohngebiet kreisen.Aber die Antwort, dass die Hubschrauber nach Buergern suchen, die das als bedenklich ansehen, ist die dümmste Antwort.

    • Das ist die einzig mögliche Antwort.

      Was wollte Dirk denn mit dieser Aussage bezwecken? Das es durch die Asylsuchenden unsicher geworden ist und das deshalb der Hubschrauber unterwegs war.

      Ist doch wie am Anfang der Woche, als die Bundespolizei auf der Suche nach Kabeldieben war, aber alle erstmal an Flüchtlinge auf der Flucht (was für eine Ironie!!!) gedacht haben.

  4. Zunächst einmal verfolge ich gar keinen Zweck, sondern habe den Sachverhalt dargestellt. Die Antwort dazu fand ich auch nicht sehr passend. Und ich bin etwas enttäuscht, das die Antwort in die generelle Umgangsweise von Medien mit Bürgern passt. Es muss nicht gleich in jede Meldung eine irgendwie geartete Hetze interpretiert werden. Ich habe beruflich mit sehr vielen Menschen zu tun und kann bestätigen, dass – wie auch ich – die große Mehrheit den Umgang der deutschen Politik mit der aktuellen Flüchtlingswelle negativ beurteilt. Rechtsradikale sind nicht eingeschlossen, es handelt sich um Bürger aus dem Mittelstand. Sehe ich hingegen Fernsehen oder lese Zeitung könnte man meinen, man hat ein komisches eigenes Umfeld, weil alle die man kennt anders denken als der Rest Deutschlands. Mir drängt sich dabei das Gefühl auf, einer Propagandawelle ausgesetzt zu sein, die inhaltlich völlig an der Mitte der Gesellschaft vorbeigeht, Sie aber dennoch trifft. Ich bin froh, dass es noch normaldenkende Menschen gibt, die dies ähnlich sehen wie ich und diese Meinung auch äußern. Die Medienlandschaft in Deutschland sollte sich für Ihre objekttivlose und einseitige Berichterstattung schämen. Ich bin auch überzeugt davon, dass Deutschland sich nachhaltig negativ verändern wird, wenn mit den Flüchtlingsströmen weiterhin so sorglos umgegangen wird. Ich hoffe, das wir uns in unserem schönen Land nicht bald selbst um den sozialen Frieden Sorgen machen müssen und drücke die Daumen, dass wir bis zu nächsten Wahl durchhalten, dann wird sich entscheiden, wo der Weg hingeht. Ich war immer CDU Wähler, aber diese Partei werde ich sichern nicht wieder wählen. Für mich ist derzeit nur die AfD noch wählbar!

    • Danke für Ihre genaue Schilderung Ihrer Meinung. Aber es ist eben genau nur Ihre Meinung.
      Aber Sie haben Recht. Ein Teil der „Bürger aus dem Mittelstand“ zeigen gerade Ihr Gesicht genau wie Sie. Und natürlich sieht Ihr Umfeld das alles ähnlich wie Sie. Was denn auch sonst. Sie haben sich selber in einer Meinungsblase gefangen.

      Und immer dieses Abwälzen auf „DIE“ Politik und „DIE“ Medien. Welche Propagandawelle? Gleichzeitig reden Sie aber von „Normaldenkenden Menschen“ die ihre Meinung äußern. Das widerspricht sich.

      Und die nächste Wahl wird ganz sicher nicht entscheiden wo der Weg hingeht. Sondern die Taten von Heute werden das Morgen beeinflussen.

  5. Herr Wagner, es ist eben nicht nur meine Meinung, sondern diese Meinung wird von sehr vielen Menschen geteilt. Manche von Ihnen trauen sich nur nicht mehr diese öffentlich zu äußern. Was zeige ich denn Ihrer Auffassung nach für ein Gesicht? Habe ich Sie oder andere beleidigt? Oder ist es schon ein „hässliches Gesicht“ seine Meinung zu äußern.

  6. Lieber Herr Wagner, guten Abend. Nun, wenn das, was Herr Neumann aussagt, „das typische Antlitz“ des ‚besorgten Bürgers‘ ausweist, dann bin ich ganz aufrecht auch ein solcher. Und ja: die Politik geht sorglos mit den Flüchtlings-Strömen um. Und zwar in beiderlei Hinsicht: die Flüchtlinge (die wirklich schutzsuchenden) betreffend und die eigene Bevölkerung betreffend. Bitte bleiben Sie neutral. Sie müssen keines Weges diese Plattform, welche Sie hier bisher sehr informativ führten, zum Polit – Forum gipfeln lassen. Dann steigen Sie als Moderator aber bitte rechtzeitig und vor allem neutral aus.

    P.s.: Von Anfang an herrschte zum Thema „provisorisches Erstaufnahmelager in Messehalle 4“ eine Nachrichtensperre. Die Bürger konnten und können sich lediglich zum Teil infantiler Berichte der LVZ bedienen. Beste Grüße

    • Also über die Zustände in der Messe Halle 4 berichten quasi täglich alle lokalen Nachrichten und auch überregionale Medien greifen das Thema auf. Dazu zählen der mdr, BILD, Focus, Spiegel, Deutschlandfunk, ARD, ZDF, …

      Ich finde es allerdings in letzer Zeit immer bedenklicher, mit welcher Skeptik – bis hin zu massiven Ablehnung – die Berichterstattung der Medien beurteilt wird. Im Gegenzug aber unbewiesene Falschmeldungen und Hetze als bare Münze genommen werden. Auch Ihr Kommentar spiegelt diese Tendenz wieder. Ich bin selber kein Freund der Berichterstattung der LVZ. Aber „infantile Berichte“ geht in meinen Augen deutlich zu weit.

      Ich würde mich freuen, wenn alle wieder mit etwas mehr Sorgfalt bei diesen Themen agieren würden. Sowohl die Politik und Verwaltung. Aber auch die Medien und die Bürger.

      Damit schließe ich uns alle (auch mich) mit ein.

  7. Guten Abend, Die Politiker sollte doch zu geben, dass es gar nicht möglich ist den Überblick über die Einreise der Flüchtlinge zu behalten bzw. das die Politiker genau so überfordert sind mit den vielen Flüchtlingen. Die Politiker sind vom Volk gewählt und sollten daher auch für das von ihnen gewähltes Volk Ehrlichkeit und Offenheit an den Tag legen. Denn mit Offenheit und Ehrlichkeit kann man auch Denen entgegen treten, die durch Randale und Schlimmeres ihren Unmut gegen die Flüchtlinge offen zeigen. Deswegen ist es besonders wichtig, dass die Medien gemeinsam mit den zuständigen Politikern und Behörden Bericht erstatten. Meine erste Frage wäre, was passiert mit den Flüchtlingen, die auf der Neuen Messe zurzeit untergebracht sind. Viele älter Bürger und Bürgerinnen fühlen sich doch sehr verunsichert und haben Angst das Haus im der Dunkelheit zu verlassen.

    • Leider sind die Politiker schwer überfordert. Und zum Glück scheinen diese das auch langsam zu bemerken. Der Strom an Flüchtlingen wird aber in nächster Zeit nicht abnehmen und es braucht Lösungen. Vor allem dezentrale Unterbringung. 2.000 Menschen auf engsten Raum kann keine Lösung sein. Grundsätzlich werden die Flüchtlinge aus der Messehalle, nach Erfassung des Asylstatus, an die Städte und Kommunen verteilt. Genau wie es die aktuellen Gesetze und Reglungen vorsehen.

      Zum letzten Satz habe ich noch einen Rat. Gehen Sie ohne Angst auf die Straße. Ich selber war am Freitag und Samstag in Seehausen im Globus und Aldi. Und Samstag Abend war ich gegen 22:30 Uhr auch noch dort.

      Was ich sehen konnte, waren tagsüber natürlich vermehrt Asylsuchende. Darunter waren viele Familien und Kinder. Aber natürlich auch Gruppen von jungen Männern. Diese waren aber alle friedlich und freundlich. Abends war es nahezu leer.

      Gehen Sie raus und besiegen Sie Ihre Ängste! Die Flüchtlinge sind Menschen wie wir. Mit allen Stärken und Schwächen.

  8. Mit der Angst betrifft es nicht mich, sondern die vielen älteren Leute, die hier wohnen. Ich bin schon dafür, dass es insbesondere auch Aufgabe unserer Politiker und den Medien sein sollte sich darum zu kümmern. Die Leute sind hier doch recht verunsichert.

  9. Die Politiker sollen garnicht jeden einzelnen an die Hand nehmen, sondern mal versuchen zum Beispiel in das Begegnungszentrum ein zuladen und vor allem die älteren Menschen und Interessierte aufklären, wie es mit den Flüchtlingen weiter geht und wo die Leute helfen könnten. Nur so ist es meiner Meinung der richtige Weg, damit die Leute nicht weiter verunsichert sind.

    • Ob das der richtige Weg ist, darf man gerne diskutieren.

      Aber warum soll man denn einladen? Es ist doch keine Sperrzone? Man kann einfach hingehen und nachschauen. Und gerne wie viele hunderte andere Menschen mithelfen.

      Wer für die jeweiligen Einrichtungen verantwortlich ist und an wen man sich wenden kann um zu helfen, steht hier:
      https://www.lds.sachsen.de/asyl/?ID=9284&art_param=731
      Anfragen dazu können auch jederzeit an die Landesdirektion gesendet werden: leipzig@lds.sachsen.de

      Auch gibt es eine öffentliche Seite zum Thema „Asyl in Sachsen“:
      http://www.sachsen.de/asylinfo.jsp

      In der Messehalle 4 sind das DRK und die Johanniter-Unfall-Hilfe gemeinsam vor Ort. Wer ehrenamtlich helfen möchte, richtet sich bitte an den Leipziger Flüchtlingsrat (fr@fluechtlingsrat-lpz.org, 0341/96 13 872, Sternwartenstraße 4, 04103 Leipzig).

      Darüber hinaus haben auch die Johanniter eine Extra Seite eingerichtet:
      http://www.johanniter.de/die-johanniter/johanniter-unfall-hilfe/juh-vor-ort/lv-sachsen/hilfe-fuer-fluechtlinge/

      Eine weitere Liste für benötigte Sachspenden finden Sie immer aktuell hier:
      https://www.facebook.com/sachspendenzentraleleipzig?fref=ts

      Alle Freiwilligen benötigen ein polizeiliches Führungszeugnis, das nicht älter als drei Monate sein darf. Es kann beim Bürgeramt beantragt werden. Die üblichen Kosten von 13 Euro fallen bei einem Zeugnis für ein Ehrenamt nicht an. Einen entsprechenden Nachweis können sich Helfer beim Flüchtlingsrat holen.

      Diese Informationen konnte jeder Interessierte schon seit Wochen finden. Diese wurden auch mehrfach in der LVZ und anderen Zeitungen (sowohl online als auch in der klassischen gedruckten Version) verbreitet.

  10. Es geht hier nicht um die Leute, die Internet und Computer haben, sondern um die vielen älteren Bürger, die sich über diesen Weg nicht informieren können, weil kein Computer zur Hand ist. Die besagten Bürger hören und vor allem glauben was erzählt wird und es wird viel dummes Zeug erzählt, wenn man mal die Ohren auf sperrt. Ich bin selbst ehrenamtlich tätig und werde täglich mit Gerüchten konfrontiert. Also wäre es gut, wenn doch mal eine Einladung an öffentlichen Stellen, wo fast jeder Bürger vorbei kommt hinhängt und eine Einladung zu einem Informations-Nachmittag einlädt.

    • Ja. das geht mir genauso. Auch ich höre immer wieder die dümmsten Gerüchte. Oft (wie das, unter dem wir hier schreiben) werden mit Absicht in die Welt gesetzt.
      Aber für die, die keinen Computer haben, gibt es immer noch die gedruckten Zeitungen. Auch in diesen stehen Informationen, wie man helfen kann. Leider glaubt aber oft die älter Generation nicht mehr, was in der Zeitung steht.

      Aber ich werde die Idee von Aushängen an den Ortschaftsrat weiterleiten. Dieser ist ja für die Befüllung der Schaukästen zuständig.

      Ob die Johanniter oder das DRK aktuell Zeit und Kapazitäten für einen Informationsabend haben, wage ich zu bezweifeln. Die sind froh, das tägliche Geschäft zu meistern. Und auch das geht nur mit viel Hilfe von ehrenamtlichen Helfern.

      Vielleicht kann auch das Begegnungszentrum hier eine Anlaufstelle sein?

  11. Das klingt doch schon gut und geht so in die richtige Richtung. Allerdings sollte mal nach geforscht werden, warum so viele Menschen kaum mehr unseren Politikern trauen. Also muss wieder Vertrauen aufgebaut werden,dazu verhelfen ganz sicher offfene Worte und richtige Informationen über die derzeitigen Problemen.

  12. Noch ein kleiner Vorschlag! Ladet auch Flüchtlinge mit dazu ein, damit sie von sich erzählen können. Denn die meisten Flüchtlinge wollen auch nur in Ruhe leben und arbeiten.

  13. Die Idee mit den Aushängen habe ich weitergeleitet. Ihr werdet kaum glauben, was ich als Antwort bekommen habe:

    „Sehr geehrter Herr Wagner,

    da die Zuständigkeit für die Öffentlichkeitsarbeit zur EAE Messehalle 4 bei der Landesdirektion liegt, sind Aushänge in den Schaukästen der Stadt Leipzig, OT Wiederitzsch, durch Dritte nicht möglich.

    Vielleicht können Sie interessierte ältere Bürger ohne Zugriff auf das Internet auch auf den PC-Arbeitsplatz in der Wiederitzscher Bibliothek (kostenloser Zugang zum Internet ohne Bibliotheksmitgliedsausweis) hinweisen.

    Stadt Leipzig, Der Oberbürgermeister
    Hauptamt, Abt. Bürgerservice
    Außenstelle Wiederitzsch, Liebertwolkwitz/Holzhausen, Engelsdorf/Mölkau (10.721)“

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