Ergebnisse der Gläubigerversammlung der Golden Gate GmbH

UPDATE: Versammlung war nicht beschlussfähig!

UPDATE: 01.12.2014
Die 1. Anleihegläubigerversammlung der GOLDEN GATE-Anleihe 2011/14 (ISIN DE000A1KQXX) war nicht beschlussfähig, da am Ende zu Abstimmung nur 49,15% der nötigen Stimmen anwesend waren. Somit ist eine 2. Anleihegläubigerversammlung notwendig. Diese wird voraussichtlich am 12. Januar in München stattfinden.

Auf dem Podium der Versammlung waren anwesend: Insoverwalter Axel Bierbach, Dr. Volckens, Dr. Becker (Görg) als Berater, Florian Brunner als Notar.

Verlängerung der Anleihe

Im Rahmen dieser Gläubigerversammlung konnte das das Weiterlaufen der Anleihe für mdt. 2 Jahre mit angepasstem Zinssatz nicht beschlossen werden. Dies hätte die Insolvenztatbestände beseitigt.

Nutzung der Treuhandgelder

Seitens der Stadt Leipzig liegt ein nicht beglichener Grundsteuerbescheid in Höhe von rund 480 Tsd Eur vor (Veröffentlichung Golden Gate GmbH). Die Mittel um diesen Bescheid zu befriedigen sind in der Golden Gate Leipzig GmbH nicht vorhanden. Die monatlichen Mieteinnahmen in Höhe von ca. 100.000 Eur decken aktuell nur die laufenden Kosten. Auf Grund der Nichtabstimmungsfähigkeit konnten diese Gelder auch noch nicht freigegeben werden. Somit kann auch eine Insolvenz der Golden Gate Leipzig GmbH in Zukunft nicht ausgeschlossen werden.

Darüber hinaus wurden seit März 2014 keine Gelder mehr in das Treuhandkonto gezahlt, sondern direkt in der GmbH verausgabt. Seitens des Treuhänders sind aktuell gegenüber der Leipziger GmbH ca. 600 Tsd. Eur offen.

Das Objekt in Leipzig Wiederitzsch

Der aktuelle Wertansatz des Insolvenzverwalters liegt bei geschätzten konservativen 5 – 12 Millionen Eur (fixed-income.org).

Eine Asylunterkunft wird seitens Dr. Volckens aufgrund hoher Risiken (Sanierung, Anwohnerproteste, Klagen etc.) nicht befürwortet – es sei denn die Stadt kauft die Liegenschaft und nimmt das Risiko in ihre Bücher.

Leider wurde die Nutzung als vorrübergehendes Erstaufnahmelager nicht besprochen. Die Golden Gate GmbH und der Insolvenzveralter hoffen auf einen Verkauf des Geländes an den Staat bzw. eine staatliche Behörde. Hier klammert man sich in den offiziellen Aussagen an den Gedanken einer vollwertigen Erstaufnahmeeinrichtung und hofft, vielleicht so, das ursprüngliche Konzept noch an den Mann zu bringen. Diese Umsetzung steht allerdings entgegen, dass die Landesdirektion auf der Bürgerversammlung Kaufabsichten eindeutig widersprochen hat.

Warum, Wieso, Weshalb.
Hier stehen die Hintergründe!

ehemaliges Bundeswehrkrankenhaus WiederitzschWird das ehemalige Bundeswehrkrankenhaus in Wiederitzsch zur Asylunterkunft? Das ehemalige Bundeswehrkrankenhaus in Leipzig-Wiederitzsch steht auf der Prüfliste des Freistaat Sachsen als potenzieller Standort für ein zeitweiliges Erstaufnahmelager für Asylsuchende. Im Laufe der letzten Tage haben sich die Informationen verdichtet, dass das Land Sachsen die Wiederitzscher vor vollendete Tatsachen stellen möchte: Eine dauerhafte Einrichtung mit mindestens 500 Asylsuchenden. Zu allen gesammelten Infos und Zur Diskussions …

Über Thomas Wagner 457 Artikel
Thomas Wagner ist der Gründer des Stadtteilmagazin "Wiederitzsch im Blick" und Ansprechpartner für alle Belange rund um dieses Magazin.

4 Kommentare

  1. Nach der Informationsveranstaltung am 17.11. kristallisierte sich die Golden Gate GmbH als einziger Akteur heraus, an dem das Projekt noch scheitern kann. Das Land Sachsen hat schließlich mehrfach betont, dass es sehr gern das BWK als EAE nutzen möchten. Herr Merbitz hat die Veranstaltung eher für Selbstdarstellung genutzt, als wirklich für eine Beruhigung der Anwesenden zu sorgen. Ich halte es für unglaublichwürdig, wenn ein Polizeipräsident ständig betont, das man ihn jederzeit persönlich erreichen kann. Die Belange der IG Wiederitzsch und damit der Wiederitzscher waren zweitrangig. Keiner der aufgeführten Punkte der Anwohner hat zu einem Umdenken in Dresden geführt. Wir müssen in Sachsen Flüchtlinge aufnehmen koste es, was es wolle. Das ist unsere gemeinsame Wirklichkeit.

    Umso erfreulicher ist die Haltung des Herrn Dr. Volckens, die ich im Übrigen teile. Eine Vermietung des BWK ist aus unternehmerischer Sicht nicht interessant. Ein Verkauf mit einem entsprechend hohen Erlös löst die Probleme der Golden Gate GmbH auf einen Schlag. Wir können nur hoffen, dass der Freistaat nicht doch seine Strategie ändert und die Mittel für einen Erwerb des BWK freigibt. Da die Zahl der aufzunehmenden Flüchtlinge in der EU weiter steigen wird, wäre ein Erwerb des BWK für den Freistaat mittelfristig auch interessant oder vielleicht sogar unumgänglich. Selbst wenn er anfänglich nur Mieter wäre.

  2. Danke, an Herrn Wagner, dass er auch u. a. meine Recherche zur gestrigen Anleihegläubiger-Versammlung so schnell zusammengefasst und veröffentlicht hat. Herrn Gehrkes Gedanken um den Kauf der Immobilie liessen mich heute vormittag auch nicht so richtig los: Nur, dann werden ganz bestimmt Millionenbeträge mindestens an der Grenze zum zweistelligen Bereich verhandelt werden müssen.. ;-). Bei solch´ einer Investitionssumme läuft die rein wirtschaftliche Nutzung dann wieder auf das Thema (preiswert betriebene) Massenunterkunft hinaus.. Wobei wir wieder bei den Anfängen unserer Plattform wären: Wirtschaftliche Lösung für 700 ? – 1000 ? Asylsuchende bei überfordertem Wachpersonal, wenig bis gar keinen Sozialbetreuern – und Herrn Merbitz, welcher allein als wirklich erfahrener Polizeibeamter jeden Anruf aus der Bevölkerung entgegennimmt und handelt ;-). Zudem halte ich hier die gewaltige Bündelung von öffentlichen Mitteln zum Zwecke der ALLEINIGEN „Beherbergung“ von Asylsuchenden für sozial ungerecht. Das ist ein politisches Thema. Denn es fragt sich dann: was ist mit der Schaffung von KiTa-Plätzen für die in Sachsen und in der Stadt Leipzig erwerbstätigen Eltern, welche nicht befriedet werden, Wohnraumschaffung für sozial Schwächere aus der Stadt Leipzig, Begegnungsstätten von Rentnern – aus der Stadt Leipzig – u. a. m..

    Beste Grüße!

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